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Veröffentlicht am 12.05.2016 von Harry Pfliegl

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Falco: der König des Austropop

Am 6. Februar 1998 brach für die Fans des Austropop eine Welt zusammen: Falco, der König des Austropop und Österreichs einziger Weltstar, verstarb bei einem Autounfall nahe Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Mehr als 4.000 Fans hatten seinen Leichnam nach der Überführung zum Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof geleitet. Mehr als 20 Jahre lang hatte er bis zu diesem Zeitpunkt die Wiener Musikszene maßgeblich geprägt, regelmäßig für Skandale und Skandälchen gesorgt und war zum international be- und geachteten Weltstar aufgestiegen.

Die Musik wurde in die Wiege gelegt

Geboren ist Falco am 19. Februar 1957 in Wien, er war der einzige überlebende Drilling. Seine musikalische Ader offenbarte sich schon früh, indem er Schlager aus dem Radio auswendig lernte und nachsang. Dass er über ein absolutes Gehör verfügte, wurde Falco im Alter von fünf Jahren an der Wiener Musikakademie bescheinigt. Trotz seiner Leidenschaft für die Musik, sollte Falco auch einen soliden Beruf erlernen. Die Lehre zum Bürokaufmann brach er aber ebenso ab, wie zuvor die Schule.

Falco wird geboren

Nach ersten Anfängen in der Band Umspannwerk zog 1977 Johann Hölzl nach Berlin und tingelte dort als Bassist durch diverse Clubs. Der ostdeutsche Skispringer Falko Weißpflog inspirierte Hölzl zu seinem Künstlernamen, den er wegen einer besseren internationalen Vermarktung jedoch mit c schrieb.

Zurück in Wien schloss sich Falco dem Ersten Wiener Musiktheater an und wechselte nach ersten Erfolgen zur Anarcho-Band Drahiwaberl. In dieser Zeit entstand auch sein erster eigener Song Ganz Wien, in dem er den Drogenkonsum in der Hauptstadt thematisierte. Damit hatte Falco seinen ersten Underground-Hit gelandet, der jedoch vom Hörfunk boykottiert wurde.

Falco wird zum weißen Rapper

Der Musikproduzent Markus Spiegel wurde auf Falcos Talent aufmerksam und schloss mit ihm einen Vertrag über drei Solo-LPs. Nachdem Falco mit dem ersten Album einen Achtungserfolg in den österreichischen Charts schaffte, landete er 1982 mit Der Kommissar seinen ersten Welthit. Das Album Junge Römer folgte zwei Jahre später. Heute gilt es als gelungenstes Album, das von den Verkaufszahlen her jedoch weit hinter den Erwartungen zurückblieb.

Die anschließende Zusammenarbeit mit den Bolland-Brüdern bescherte Falco den Welthit Rock Me Amadeus und den internationalen Durchbruch. Nach wie vor sorgte Falco mit der Thematik seiner Songs für Skandale und wurde teilweise boykottiert. Für einen der größten Skandale in der Geschichte der deutschsprachigen Musik sorgte etwa das 1985 erschienene Jeanny.

Nach zwei Jahren des Höhenflugs erlebte Falco ab 1988 diverse Niederschläge und musikalische Misserfolge. Mit dem Album Nachtflug feierte Falco jedoch Anfang der 1990er Jahre ein fulminantes Comeback.

Foto: von Axl Jansen (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) oder GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

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