Eine Show lässt Falco aufleben

Veröffentlicht am 12.12.2014 von Harry Pfliegl

Zu Lebzeiten sorgte Falco alias Johann Hölzel regelmäßig für Skandale und Furore in den Medien. Musikalisch war Falco, der mit


Wanda: ein beeindruckendes Debüt

Veröffentlicht am 25.10.2014 von Harry Pfliegl

Für einen ansehnlichen Hype in der Indie-Szene hatten die fünf Wiener Musiker von Wanda schon vor ihrem Debüt bei Problembär-Records


Austropop-Ball in Pirkdorfersee in Kärnten

Veröffentlicht am 25.10.2014 von nemesis

Es ist das tänzerische und musikalische Highlight in Kärnten: Der Austro-Pop-Ball. Jedes Jahr findet das einzigartige Konzerterlebnis statt, welches Tänzer


Udo Jürgens steht mitten im Leben

Veröffentlicht am 15.10.2014 von Harry Pfliegl

Seit seinen ersten internationalen Erfolgen in den 1960er Jahren gilt Udo Jürgens als bekanntester Österreicher auf der Bühne. Wurde er


Austropop im Aufwind

Veröffentlicht am 15.10.2014 von Susan Thakore

Ambros, Fendrich und Danzer sind der Schnee von gestern, heute ist HMBC angesagt. Alpen Reggae von feinsten wird hier geboten



Austropop

Die österreichische Popmusik wird Austropop genannt und ist inzwischen zu einer Kultmusik mit vielen Pop Musikern, Bands, Sängern, Interpreten und Künstlern angewachsen. Die österreichischen Liedermacher, die in erster Linie den Austropop hervorgebracht haben, waren aber genau genommen nicht die Ersten, die Musik mit der österreichischen Sprache verbanden.

Der frühe Austropop

Diese Tradition reicht schon weit früher in das 19. Jahrhundert zurück, wo im satirischen Theater mit österreichischem Dialekt politische und gesellschaftskritische Themen für den Zuhörer aufbereitet wurden. Sehr bekannt aus dieser Zeit war der Österreicher Ferdinand Raimund, der in der Biedermeier Bewegung die ersten Theaterstücke im Dialekt vortrug. Aber auch Johann Nestroy hatte damals schon den vorgetragenen Gesang im österreichischen Dialekt im Programm und behandelte die Themen der Zeit. Als weiteren Vertreter des österreichischen Dialekts ist natürlich der weltberühmte Schauspieler und Sänger Hans Moser zu nennen, der einen großen Einfluss auf den später entstandenen Austropop hatte. Mit seinem Liedgut und seiner ganz speziellen Art das „Wienerische“ zu interpretieren, hatte er den ganz großen Erfolg und war bis in die 50er Jahre einer der bekanntesten Schauspieler und Sänger von Österreich.

Der Begriff Austropop

Der Austropop wird gemeinhin nicht als Musikrichtung bezeichnet, sondern eher als Herkunftsbezeichnung geführt, denn unter dem Begriff Austropop können viele Musikstile wie HipHop, Alternative oder auch Volksmusik gemeint sein. Entscheidend darüber, ob ein Song dem Austropop zuzuordnen ist oder nicht, ist der Text im österreichischen Dialekt. Die alpenländische Rockmusik oder die österreichische Volksmusik gehört genauso zum Austropop, wie zum Beispiel auch der Rap. Der volkstümliche Schlager in der traditionellen Form vorgetragen wird demnach aber nicht zum Austropop gezählt.

Austropop und Liedermacher

Die Liedermacher in Österreich haben einen ganz besonderen Stellenwert und sind seit den 60er Jahren in der österreichischen Musikszene ein Begriff. Zwischen dem Schlager und der Popmusik haben die Liedermacher im Austropop ihren festen Platz bekommen und haben mit Georg Danzer, Wolfgang Ambros und Reinhard Fendrich drei starke Vertreter in der Musik gefunden. Die Vermischung der Popmusik mit der Wiener Dialektwelle hatte eine sehr kommerziell erfolgreiche Musikrichtung entstehen lassen. Der Austropop hatte mit Georg Danzer und Wolfgang Ambros in den Jahren 1973 bis 1976 die ersten großen Erfolge, die auch heute immer noch aktuell sind. Aber auch Ludwig Hirsch hatte mit seinem Album „Komm großer schwarzer Vogel“ Ende der 70er Jahre eine große Bekanntheit erlangt und machte den Austropop damit populär. Einen Platz in den Hitparaden der österreichischen Charts bekam Anfang der 80er Jahre Rainhard Fendrich mit seinem Lied „Strada Del Sole“ und wurde damit als österreichischer Liedermacher im Austropop sehr bekannt.

Ein Dialekt wird modern – Der Austropop

Immer mehr Musiker sangen nicht nur in hochdeutscher Sprache, sondern in ihrem Dialekt. Vor allem das Wienerische war damals sehr beliebt und verbreitet. Wolfgang Ambros und Marianne Mendts waren die damals bekannten Austropop Sänger. Durch den Erfolg der Liedermacher wie Georg Danzer und Wilfried, die zwischen 1972 und 1975 mit ihren Liedern bekannt wurden, hat sich der Dialekt-Song über die österreichische Grenze hinaus in der Popmusik einen Platz gesichert. Schauplatz für den Austropop war damals die ORF Sendung Showdance, in der immer mehr Interpreten sich einen Namen machten und populär wurden. Ein sehr bekannter Sänger und Gitarrist, der über diese Plattform berühmt wurde, ist Peter Cornelius, dessen Texte eher ernst und nachdenklich waren. Demonstrativ gefördert wurde der Austropop vor allem beim Radiosender Ö3, der dem Übergewicht der englischsprachigen Musik etwas entgegensetzen wollte. Allerdings bedeutete die Sprache manchmal ein Hindernis internationale Erfolge über den deutschsprachigen Raum hinweg zu erzielen.

Der Austropop wird mehrsprachig

Etwas abwechslungsreicher wurde es als 1970 die englische Sprache miteinbezogen wurde und sich die Musikrichtung Austropop damit erweiterte. Ein Vertreter dieses Genres war Kurt Hauenstein. Er landete mit seiner Band Supermax einen internationalen Erfolg mit dem Song „Lovemachine“. Nicht mehr aus dem Austropop wegzudenken ist seit der Neuen Deutschen Welle, die in den 80er Jahren boomte, die Band EAV – Erste Allgemeine Verunsicherung. Über die Grenzen Europas hinweg wurden sie mit ihren lustigen und politisch angehauchten Liedtexten bekannt und berühmt. Von 1985 bis 1987 landete die Erste Allgemeine Verunsicherung im deutschsprachigen Raum Erfolge mit ihren Hits „Banküberfall“, „Märchenprinz“ und „Fata Morgana“.

Rock Me Amadeus

Falco war der Star des Autropop und des New Wave und erlangte weltweite Bekanntheit. Seine Lieder sind in die Geschichte der österreichischen Popmusik eingegangen und sein Durchbruch im Jahre 1985 mit seinem Mega Hit „Rock Me Amadeus“ war nicht mehr aufzuhalten. Falco wurde als deutschsprachiger Rapper betitelt und hatte mit „Der Kommissar“ einen ersten internationalen Erfolg im Jahre 1982, der so zum Beispiel in Kanada mit dieser Single Gold erhielt und in den USA auf Platz 72. gelangte. Falco war damit der Erste, der es jemals mit einem deutschen Text in die USA Charts schaffte. Der größte Hit aber blieb „Rock Me Amadeus“ und machte ihn damals auch im Austropop zum ungekrönten Star der Musikszene.

Austropop im Mainstream

Ein erneutes Aufflammen des Austropop gab es 2010, als einige Dialekt-Songs höhere Plätze in den Charts erreichten. „Vo Mello bis ge Schoppornou“ von der Band „Holstuonarmusigbigbandclub“ und „Oida taunz!“ von der Gruppe Trackshittaz waren zwei davon. Auch Hubert von Goisern tauchte wieder mit seinem Hit „Brenna tuats guat!“ auf und erreichte in Österreich die Nummer 1 in den Charts.

Vom Austropop zum Alpenrock

In den 90er Jahren wurde es stiller um die Musikrichtung des Austropop. Dennoch waren EAV und Rainhard Fendrich noch in den Charts vertreten, bis 1992 Hubert von Goisern und seine Alpinkatzen dazukamen und das Genre Alpenrock entstand. Mit dem Lied „Hiatamadl“ startete er seinen Auftakt. Der Name „Neue Volksmusik“ galt bald als Oberbegriff für diese neue Stilrichtung. Leider wurde seit den 90er Jahren nur noch selten österreichische Musik in den Radiosendern gespielt, nicht einmal im damals dafür bekannten Sender Ö3.

Der Grund dafür lag an der Knappheit von Erfolg versprechenden Sängern. Der letzte Nummer-1-Hit des Austropop war 1997 Rainhard Fendrichs Lied „Blond. Da es um den Austropop still geworden war, starteten Ende der 90er Jahre die Musiker Danzer, Fendrich und Ambros ein Benefizprojekt mit dem Namen Austria3 und gaben im deutschsprachigen Raum sowie in anderen Ländern etliche Konzerte. Es gab noch einige österreichische Musiker, die im Bereich Hip-Hop und elektronischer Musik auch international auftraten, die damit aber nicht direkt zum Genre Austropop gezählt werden konnten.

Comeback des Austropop

Einen Austropop Boom erreichte erst wieder 2002/03 die Sängerin Christina Stürmer, die in der Castingshow Starmania des ORF den zweiten Platz bekam und damit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt wurde. Mit ihrem Hit „Ich Lebe“ wurde sie dann auf Platz 1 der Charts katapultiert. Mit dem Song „Nie Genug“ kam ein weiterer großer Erfolg auch durch die Soap „Alles was zählt“, in der dieser Song zur Titelmelodie wurde. Nachwuchsbands bekommen seither in Österreich über Radiostationen wie FM4 und Ö3 die Möglichkeit bekannt zu werden und eventuell eine ähnliche Laufbahn wie Christina Stürmer zu starten. Inzwischen werden durch die vielen Talent Shows in Österreich wieder vielen jungen Sängern und Sängerinnen die Chance gegeben sich mit ihrer Begabung unter Beweis zu stellen und sich auch für den Austropop zu singen und zu engagieren.

 

 

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